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Kanu-Wanderfahrten auf Fulda, Werra und Weser
von Thea Klaren
vom 07. – 15. August 2010
Nun war es wieder soweit, dass wir, die Kanuten vom Kanu-Club Delphin, Siegburg,
unsere Vereinsfahrt, am Samstag, den 07.08.2010, starteten. Unser Ziel war der
Kanu-Club Witzenhausen an der Werra. In ungefähr zwei Stunden hatten wir den
Zielort erreicht. Wir zählten zwanzig Personen. Es waren daher außer dem
Vereinsbus mehrere Privatautos im Einsatz. Einige unserer Kameraden, Angelika,
Günter, Steffi, Axel und die Kinder Lukas und Emma waren schon am Vortag
angereist.

das Bootshaus

der Spielplatz

Angelika, Günter und Enkel Lukas

beim Aufbau: Horst, Thea

Elfriede und Horst

das hintere Zeltlager
Nach unserer Ankunft bauten Horst, Elfriede und ich unsere Zelte
gleich neben ihnen auf. Alle anderen, Willy, Wolfgang, Theo, Barbara, Rainer,
Jürgen, Dieter und Ralf, zogen es vor, im hinteren Bereich ihre Zelte
aufzuschlagen. Drei Tage später reisten noch Christine mit Tochter Elena, an.
Auch Ingetraut (Trautel), eine Kameradin aus Frankenheim/Rhön, hatte sich uns
angeschlossen. Sie brachte ihr Faltboot und ihre beiden Hunde mit.
Am Sonntag starteten wir die erste Etappe auf der Fulda. ab
Rotenburg. Die Fahrzeuge zum Zielort nach Melsungen, mussten erst umgesetzt
werden. Die Fulda ist der linke Quellfluss der Weser und endet in der
Dreiflüssestadt Hann. Münden, wo sie sich mit der von rechts kommenden Werra zur
Weser vereinigt. Von Büschen rechts und links umgeben, im Hintergrund eine
schöne Hügellandschaft, fuhren wir auf der Fulda von Rotenburg bis Melsungen,
die ersten 30 km. Bei Neumorschen begann eine 1 km lange Staustrecke bis zu der
Schleuse Neumorschen. Steffi öffnete per Handkurbel die Schleusentore für die
Einfahrt.
Schleuse Neumorschen

vorn Jürgen, Wolfgang und Axel

Elfriede und Theo
Nun musste Steffi nochmals die Räder drehen, um uns die Ausfahrt
zu ermöglichen. Erst nachmittags zog unerwartet ein Gewitter auf und es fing an
zu regnen. Die Büsche boten uns Schutz, es dauerte jedenfalls nicht lange bis
das Unwetter wieder abgezogen war. Am Ziel in Melsungen angekommen, waren wir
froh, dass wir wegen des Regens unter der Brücke die Boote verladen konnten.
Zum Zeltplatz zurückgekehrt, machten wir uns frisch,
anschließend wurde noch eingekauft. Zum Abendessen gab es Bratkartoffeln mit
Würstchen und Salat. Vom Clubhaus holten wir uns die Getränke dazu. Später nach
dem Abwasch setzten wir uns gemütlich zu einem Plausch zusammen, auch
beteiligten wir uns an Gemeinschaftsspiele, wie Hornochsenspiel, Asse raus und
Romme´. Die Kinder Emma (2) und Lukas (4) waren auch eifrig bemüht,
mitzuspielen. Es war wirklich sehr schön, dass die Kinder dabei waren.

gemütliches Beisammensein.

Am nächsten Tag (Montag 09.08.) starteten wir nochmals auf der
Fulda, vom Kanu-Bootshaus Kassel bis Bonaforth, (24 km) Der Einstieg am
Bootshaus war hinter der Stauanlage. Nach kurzer Fahrt wurde die Fulda breiter,
die Ursache dafür war die „Fuldaaue“, wörtlich, Naturschutzgebiet.
Hinweisschilder deuteten auf Uferverbot hin. Ferner mussten die Inseln umfahren
werden. Ringsherum erlebten wir eine schöne Aussicht. Nun kamen wir an der
höchsten Staustufe der Fulda, Wahnhausen an. Es dauerte etliche Zeit bis wir in
die Schleuse einfahren konnten. Eine Yacht musste erst noch aus der Schleuse
ausfahren. Hinter der Schleusenausfahrt befand sich eine lange Rampe, wo man
auch mit dem dortigen Bootswagen hätte umsetzen können. Der Platz war ideal, um
dort eine Pause einzulegen.

Schleuse Wahnhausen öffnet sich

Ralf auf der Bootsgasse Wilhelmshausen
Nun war es nicht mehr weit, bis zum Zielort Bonaforth. Hier
mussten wir warten, da das „Gespann“ vom Boothausgelände der Kanu-Vereinigung
Hessen aus Kassel noch abgeholt werden musste. Während der Wartezeit fuhren
Steffi und Axel mit ihrem Kanadier noch einmal zu ihrem Spaß die Bootsgasse
hinunter.
Für die dritte Etappe (Dienstag 10.08.) war die Weser
vorgesehen. In Hann. Münden sollte gestartet werden. Als wir dort ankamen,
fanden wir eine schöne Parkanlage vor, umgeben von großflächigen Rasen und
Gehwegen. Während das „Gespann“ zum Zielort nach Weißehütte gefahren wurde,
konnten wir die Gegend zu Fuß erkunden.

Barbara, Elfriede und Angelika

der Weserstein ...

... mit dem bekannten Spruch
Die Weser ist ein Strom, seinen Namen trägt er ab Hann. Münden,
wo sich seine beiden großen Quellflüsse Werra und Fulda vereinigen.

Barbara und Rainer

Willi und Wolfgang
An diesem Tag war es schön sonnig und warm, daher machte uns das
Paddeln so richtig Spaß. Als erstes erblickten wir auf der linken Seite den
Pegelturm von Hann. Münden, danach ein paar schwarze Schafe. Ich meinte nicht,
dass wir selbst schwarze Schafe sind. Die Hänge des oberen Wesertals sind
überwiegend bewaldet. Das Landschaftspanorama konnte man so richtig erleben. Die
Vegetation des Landschaftspanoramas wechselte mit jeder Kehre. Es war wirklich
schön.

Pegelturm von Hann. Münden

schwarze Schafe am Ufer
Wir erblickten einen schönen Rastplatz, eine große Wiese mit
vier Bänken. Hier booteten wir aus. Außerdem entdeckten wir in aller nächsten
Nähe noch ein Wirtshaus, wo wir uns mit kühlen „Getränken“ versorgten.

Elfriede, Rainer und Barbara

Axel und Angelika
Hier ließ man sich es gut schmecken – Guten Appetit!

Seilfähre

schöne Weser-Landschaft
Als wir zum Aufbruch fertig waren, konnten wir weiterhin während
unserer Fahrt die schöne Landschaft genießen. Bis zum Zielort Kanu-Station
Weißehütte, war nur noch die Hälfte der Strecke zu paddeln. Bei dieser
Abwechslung verging die Zeit im Fluge. Am Abend wurde der letzte Proviant
verzehrt, es war Zeit mal wieder ein- kaufen zu gehen. Das stand aber für den
nächsten Tag an, da ja ohnehin Paddelpause (Ruhetag) war. Naja, wie man es
nennt, „Ruhetag“. Am Abend reiste Christine mit Tochter Elena an. Sie lud alle
zu einem Umtrunk auf ihren Geburtstag am Lagerfeuer ein. Es gab viel zu
erzählen.
Am Ruhetag (Mittwoch 11.08.) besuchten wir, (mehrere Gruppen für
sich) Elfriede, Horst und ich, die Kirschenstadt Witzenhausen. In seiner Umgebung
gibt es viele Anbaugebiete für Kirschen. Der Marktplatz, dahinter das Rathaus,
die restaurierten Fachwerkhäuser sahen sehr schön aus, ein Hauch von
Nostalgie.

in diesem Gasthaus haben Elfriede, Horst und ich gespeist

Rathaus mit Marktplatz
Nach dem Mittagessen schlenderten wir weiterhin durch die Stadt,
dessen Teile wir noch nicht besichtigt hatten. Unterwegs trafen wir dann auch
Willi und Wolfgang. Anschließend kauften wir ein und gingen dann zurück zum
Zeltplatz. Am späten Nachmittag reiste unsere Bekannte Ingetraut an, die wir bei
einer Verbandsfahrt des DKV in Hörschel/Werra beim KC Rennsteig kennen gelernt
haben. Während sie ihr Zelt auf- baute, bereitete ich das Abendessen. Trautel
war herzlich dazu eingeladen. Gegen 20.00 Uhr trafen wir uns alle im
Witzenhausener Clubhaus. An diesem Mittwochabend tagt hier der Vereinsvorstand.
Horst, unser zweiter Vorsitzender tauschte mit dem ersten Vorsitzenden des Kanu-
Clubs Witzenhausen traditionell die Vereinswimpel. Es war ein schöner Abend,
den wir gemeinsam verbrachten.
Am folgenden Tag, (Donnerstag 12.08) machten wir uns fertig für
die nächste Tour auf der Werra. Sie ist der östliche Quellfluss der Weser. Wir
starteten in Bad Sooden-Allendorf. Der Einstieg konnte nur über eine schmale
Steintreppe, die steil hinunterführte, erfolgen.

Angelika, Enkel Lukas, Steffi und Dieter

Thea und Ingetraut (Trautel)
Zum ersten Mal war unser Gast Ingetraut und auch Klein-Lukas
dabei, er fuhr mit Mutter und Oma im Kanadier. Anfangs war der kleine Mann
ängstlich, er meinte, er würde ins Wasser fallen. Als er merkte, dass nichts
passierte, paddelte er begeistert mit. Die Tour endete an unserem Zeltplatz in
Witzenhausen. Bei nur 20 km waren wir früh wieder zurück. Für die Abholung des
„Gespanns und der anderen Fahrzeuge waren Horst, Willi, Rainer und Ralf
zuständig.

Lukas (4) beim Aussteigen

Wolfgang, Christine und Elena
Die fünfte Etappe (Freitag, 13.08.) war wieder auf der Werra.
Der Start war diesmal am eigenen Startort. Vom Zeltplatz Witzenhausen aus fuhren
wir nun bis Hann. Münden. Diese Strecke war sehr interessant. Mehrere
Flussschleifen mit starker Strömung waren in der Nähe von Bischhausen vorhanden.
Nach gut 6 Kilometern erreichten wir eine Flussgabelung .Auf der linken Seite
war die Strömung so stark, sodass wir rechts in den Seitenarm einfuhren, obwohl
das Hinweisschild die linke Richtung vorschrieb. Genau auf dieser Seite befand
sich auch das schwierige Wehr. Als wir den Seitenarm verlassen hatten,
erreichten wir ein weiteres kleines Stauwehr. Auf der linken Seite konnten wir
an der Rampe ausbooten. Ein gutes Stück Weges mussten die Boote bis zum Einstieg
transportiert werden.

beim Einbooten

Starke Strömung
Dort angekommen, sahen wir, dass die Werra Strömung hatte.
Zwischen der Einsatzstelle und der gegenüber liegende Seite des Flusses war eine
kleine längliche Buschinsel. Der Strömung folgend paddelten wir auf die linke
und danach wieder auf die rechte Seite, ein sportliches Vergnügen. Hier war eine
Anlegestelle, wo wir nun eine Rast einlegten. Von den Schwällen waren wir auch
schön nass geworden und wir konnten uns in der Sonne etwas trocknen lassen.

Wehranlage „Letzter Heller“

Schleuse außer Betrieb

Bootswagen vorhanden
Nach der Pause ging unsere Fahrt weiter bis zum letzten Wehr
(letzter Heller), dessen Schleuse leider außer Betrieb war.


Wir legten auf der linken Seite an, um dort auszubooten Ein
großer Bootswagen war dort vorhanden (siehe oben). Dies war für uns eine
Erleichterung, die Boote zu transportieren. Es war immerhin ein langes Stück
Weg, die Boote bis zum Wasser zu befördern. Hann. Münden war nicht mehr weit
(3,5 km). Bei der letzten Flussgabelung durchfuhren wir den rechten Arm bis zum
Weserstein, wo unsere Tour endete. Zum Zeltplatz zurückgekehrt, erst frisch
gemacht, konnten wir es kaum erwarten, eine gute Mahlzeit einzunehmen. Danach
konnten wir uns entspannen und uns gemütlich zu einem Plausch
zusammensetzen.
Für die letzte Etappe (Samstag 14.08.) planten wir nochmals die
Weser (22 km) zu paddeln. Bei der Kanustation Weißehütte wurde gestartet.

Versuch: Einsteigen mal anders, hier ist der Einstieg fehlgeschlagen

neuer Versuch: Diesmal wieder ein normaler Einstieg
Das Landschaftspanorama von der ersten Weserfahrt setzte sich
hier fort. Viele bewaldete Hänge und nachfolgend ferne Hügel begleiteten uns auf
der Fahrt. In der Nähe auf der rechten Seite von Oedelsheim war eine Seilfähre,
die nächste bei Lippoldsberg.


Für unsere Pause trafen wie einen idealen Rastplatz mit
Anlegesteg vor. Von hier aus konnten wir die Umgebung eingehend betrachten.
Weiter führte uns dann die Fahrt in den Zielhafen – Karlshafen. Ein Bootssteg
war ebenfalls vorhanden. Hier booteten wir bei einem Campingplatz aus. Auf der
Anlage herrschte reger Betrieb. Nun verluden wir zum letzten Mal unsere Boote.
Trautel hatte im Handumdrehen ihr Faltboot zusammengepackt.

Zielhafen

Gestell eines modernen Faltbootes
Wieder zurück auf dem Zeltplatz ging es zunächst unter die
Dusche, dann bereiteten wir unsere Mahlzeit. Nach dem Abwasch begannen Horst und
ich, die Gegenstände, die wir nun nicht mehr benutzten, einzupacken. Am Abend
setzten wir uns nochmals zu einem Plausch zusammen. Am nächsten Morgen (Sonntag
(15.08.) war unser Abreisetag.


Nach dem Frühstück, packten wir in Ruhe dann unsere Sachen ein.
Danach wurden die Zelte abgebaut und alles im Vereinsbus verstaut. Nun ging die
Fahrt in Richtung Siegburg. Es war ein schönes Erlebnis. Wir danken Willi für
seine gute Organisation und Durchführung dieser 6 Vereinsfahrten. Bis zum
nächsten mal.
Ahoi
Eure Thea
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